Change Management
Culture MUST NOT eat Strategy for Breakfast

Die Kultur, also die weichen Faktoren, verhindern die Umsetzung einer Strategie, das Erreichen harter Ergebnisse. So das bekannte Management-Mantra. Und in der Tat: Nach wie vor rauschen Change-Projekte in diese "Fress-Falle". Das muss nicht sein. Wenn das Thema Kultur nicht erst in der Umsetzung beachtet wird, sondern bereits Teil der Strategie ist.

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Talent Management
So wird die Gen Y gefĂŒhrt

Die Generation Y, geboren von 1980 bis 1995, ist fast komplett in den Unternehmen angekommen. Sie ist als erste Generation mit dem Internet aufgewachsen. Und sie hat eigene Ansichten, was "gute Führung" bedeutet. Das zeigt eine aktuelle Masterarbeit an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 

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Aktuelle Studie

Arbeitszeit – Vollerfassung oder Vertrauen?

Zusammen mit dem „Center for Leadership and Behavior in Organizations“ der UniversitĂ€t Frankfurt am Main hat Groß & Cie. im Sommer 2019 eine Befragung zum Thema Erfassung der Arbeitszeit durchgefĂŒhrt. Anstoß dafĂŒr war das Urteil des EuropĂ€ischen Gerichtshofs, dass Arbeitgeber verpflichtet sind, die gesamte Arbeitszeit ihrer BeschĂ€ftigten systematisch zu erfassen.

Der Fragebogen wurde online von 864 Teilnehmern beantwortet, darunter BeschĂ€ftigte aus Firmen ganz unterschiedlicher Branchen sowie Behörden und andere Organisationen. Unter den Befragten waren 62% MĂ€nner, 46% haben FĂŒhrungsverantwortung und das Alter bildet nahezu einen Querschnitt der sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten in Deutschland ab.

Das sind die Kernergebnisse:

1. Die Befragten verteilen sich auf zwei große Pole. Die HĂ€lfte erfasst ihre Arbeitszeit nicht, hat also Vertrauensarbeitszeit wĂ€hrend ein Drittel die gesamte Arbeitszeit erfasst – egal wann und wo diese erbracht wird.
2. Beide Gruppen „verteidigen“ ihr jeweiliges Modell. Von denjenigen, die in Vertrauensarbeitszeit beschĂ€ftigt sind, möchte nur eine Minderheit, dass die Arbeitszeit erfasst wird. Umgekehrt wĂŒnschen sich zwei Drittel der Befragten mit Vollerfassung diese auch fĂŒr die Zukunft.
3. MĂ€nner haben hĂ€ufiger Vertrauensarbeitszeit als Frauen und sind auch etwas zufriedener als Frauen mit der Art der Erfassung. MĂ€nner haben auch hĂ€ufiger FĂŒhrungsverantwortung. Wenn man aber den Effekt der FĂŒhrung herausrechnet, bleibt ein Geschlechtseffekt zugunsten grĂ¶ĂŸerer Zufriedenheit der MĂ€nner mit der Erfassung bestehen.
4. Gefahr der (Selbst-)Ausbeutung ist prĂ€sent. Von den Befragten mit Vollzeit–erfassung möchten nur wenige auf Vertrauensarbeitszeit „umsteigen“ – hier werden wohl eher negative Effekte im Sinne von (Selbst-)Ausbeutung erwartet. Überraschend: Dies gilt insbesondere fĂŒr Frauen, die sich keine stĂ€rkere Flexibilisierung wĂŒnschen, um Beruf und Familie vereinbaren zu können.
5. Allgemeine Arbeitszufriedenheit hat positiven Einfluss. Die Zufriedenheit mit der Erfassung bzw. der Vertrauensarbeitszeit hÀngt generell zusammen mit der Zufriedenheit und Identifikation mit dem Unternehmen.

Unser Fazit: Das Thema polarisiert. Zugleich scheint die Bereitschaft zur VerĂ€nderung gering – egal fĂŒr welches neue Konzept zur Erfassung der Arbeitszeit. Ein bestimmtes Modell wird weder der RealitĂ€t noch den WĂŒnschen und Erwartungen gerecht. Unternehmen sollten - gestĂŒtzt auf Daten (z.B. eigene Umfragen) - passgenaue Lösungen entwickeln.

Die vollstÀndigen Ergebnisse können Sie hier herunterladen.

Weitere Studien

Arbeiten im Jahr 2028: Digitalisierung und Sinnsuche

Die Arbeitswelt wandelt sich schneller denn je. Die Digitalisierung wird in wenigen Jahren omniprĂ€sent sein. Dadurch steigen die Sehnsucht nach Zugehörigkeit und das Streben nach einem Sinn der eigenen TĂ€tigkeit. Die FĂŒhrung im digitalen Zeitalter rĂŒckt daher den Mensch in den Fokus. Das sind die wesentlichen Ergebnisse einer Studie der Henley Business School.

Hierarchien und Karrierestreben bremsen die Digitalisierung in Unternehmen

Die Digitalisierung ist angekommen: In mehr als 80 Prozent der Unternehmen hat die Digitalisierung bereits starken Einzug gehalten. Durchdrungen sind die Unternehmen aber noch lĂ€ngst nicht. Grund sind bekannte „analoge Hindernisse“: Zu viele FĂŒhrungskrĂ€fte wollen sich mit dem Thema profilieren. MachtkĂ€mpfe sind die Folge.

Demografie Exzellenz – noch ein langer Weg fĂŒr viele Unternehmen

Das Thema ist bekannt. Dennoch werden die Konsequenzen des demografischen Wandels in den deutschen Unternehmen nach wie vor unterschĂ€tzt. In vielen Bereichen, die geeignet sind, dem Mangel an Nachwuchs und FachkrĂ€ften zu begegnen, herrscht erheblicher Nachholbedarf. Das ist das nĂŒchterne Fazit einer Studie der „Dualen Hochschule Baden-WĂŒrttemberg“ im Auftrag des „Deutschen Demographienetzwerks“ (ddn) aus dem Juni 2015.

Wir verlieren einen Tag pro Woche – Tendenz steigend.

FĂŒhrungskrĂ€fte erhalten im Schnitt 30.000 E-Mails pro Jahr. Rund 15 Prozent der Arbeitszeit der gesamten Belegschaft entfallen auf Meetings. Im Topmanagement werden jedes Jahr Tausende Stunden an Arbeitszeit vergeudet – und das unnötig. Der Grund: Besprechungen und Telefonkonferenzen ufern aus, zugleich mĂŒssen Fluten von E-Mails bewĂ€ltigt werden. Dies sind Ergebnisse einer Studie der internationalen Managementberatung Bain & Company vom August 2014. Grundlage ist das Zeitmanagement von 17 Konzernen, das untersucht wurde.

Post Merger Integrationen scheitern an Unternehmenskulturen

Die berĂŒhmten „weichen Faktoren“ sind „Key to win“ bei der ZusammenfĂŒhrung von Unternehmen. An der Unternehmenskultur scheitern mehr als die HĂ€lfte aller Transformationen. Dies wird erneut durch eine Studie der Unternehmensberatung aufgezeigt.

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