Und wieder ändern und wieder neu. Dann wieder zurück und anders. Das ist eine der wichtigsten Erfahrungen aus Corona. Wir sollten ehrlich sein zu uns: Es geht nach Corona weiter mit den Veränderungen, auch unerwarteten und schwer kontrollierbaren, zum Beispiel durch die digitale Transformation, die ja erst am Anfang steht. Normal ist nichts mehr. Außer ein Punkt wird immer bleiben: Wir können Einfluss nehmen!   

2021-06-14 1600 444 Dr. Michael Groß Change Management

Das soll ich alles beherrschen und können als Führungskraft!? Beim Blick auf den Katalog an Kompetenzen, die heute gefordert werden, kann jeder Führungskraft schnell bange werden. Neben Fachkompetenzen sind Methoden gefragt, wie im Projektmanagement oder auch zum Präsentieren. Dann die persönlichen Fähigkeiten, wie das Zeitmanagement und Lernvermögen. Schließlich die Sozialkompetenz, zum Beispiel die Team- und Gesprächsführung. Und alles agil und flexibel. Mehr geht nicht! Oder? 

2021-09-06 1600 444 Dr. Michael Groß Talent Management

Jeff Bezos von Amazon, Elon Musk von Tesla, Bill Gates von Microsoft oder früher Steve Jobs, der verstorbene Gründer von Apple. Sie alle sind charismatische und visionäre Führungskräfte, die eins eint .... sie haben Schwächen. Das gilt zumindest in Bezug auf wesentliche Fähigkeiten, die Führungskräfte haben sollten, laut vielen bekannten Katalogen an Kompetenzen. Fest steht jedoch: Starke Führungskräfte können sich Schwächen erlauben.

2021-08-23 1600 444 Dr. Michael Groß Coaching & Training

Normal ist nichts mehr

Und wieder ändern und wieder neu. Dann wieder zurück und anders. Das ist eine der wichtigsten Erfahrungen aus Corona. Wir sollten ehrlich sein zu uns: Es geht nach Corona weiter mit den Veränderungen, auch unerwarteten und schwer kontrollierbaren, zum Beispiel durch die digitale Transformation, die ja erst am Anfang steht. Normal ist nichts mehr. Außer ein Punkt wird immer bleiben: Wir können Einfluss nehmen!   

Wir Menschen sehnen uns nach Ruhe und Stabilität, zumindest ein bisschen. Diese Momente wird es auch in Zukunft geben. Den Raum zur Entspannung sollten wir uns persönlich und auch für eine Organisation schaffen. Dann werden wir bereit für die Spannung durch die nächsten Veränderungen, die wir gestalten dürfen. 

Effectuation erhöht Spielraum  

Nicht nur unsere Haltung ist wichtig, schlicht zu akzeptieren, dass Normalität, wie wir diese bisher verstehen, eine Illusion ist. Das ist kein Problem, solange wir wissen, wie wir mit dieser Situation umgehen können. Uns hilft beim Handeln, als Person und Organisation, das Konzept der Effectuation.

Wir können unsere Energie voll darauf ausrichten, wo wir Möglichkeiten zum Handeln haben. Unsere Aufmerksamkeit und unsere Erwartungen richten sich nicht auf unsere Umwelt, die wir nicht beeinflussen können. Wir fokussieren uns auf die Effekte, die wir erreichen können. Daher der Begriff Effectuation

Das sind die vier wesentlichen Elemente des Konzepts, das in jeder Situation wirksam werden kann:  

  1. Das sind meine Mittel: Die vorhandenen Instrumente und Kompetenzen werden gesammelt und daraus sofort umsetzbare Ziele festgelegt, zum Beispiel zunächst für die nächsten zehn Tage.
  2. Das ist mein Einsatz: Der selbst leistbare Einsatz (und auch ertragbare potenzielle Verlust) wird geprüft und fixiert. Auf dieser Basis kann festgelegt werden, welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden.
  3. Das sind meine Partner: Mögliche Mitstreiter oder auch Unterstützer werden ermittelt und unmittelbar angegangen. Aus diesen Kontakten zur Kooperation ergeben sich gegebenenfalls weitere Handlungsmöglichkeiten, die selbst bisher nicht bekannt waren.
  4. Das sind meine Hindernisse: Für die anvisierten Effekte wird betrachtet, welche Risiken oder Hindernisse zu beachten sind. Bei deren Eintreten wird sofort das eigene Handeln neu justiert –bis ggf. »zurück auf Los« gehen. 

Folgen wir der Effectuation, dann können wir leichter damit umgehen, dass nach Corona zu unserer Normalität gehört, nichts mehr normal zu sein. Dann wird uns kaum etwas erschüttern.