Die Kultur, also die weichen Faktoren, verhindern die Umsetzung einer Strategie, das Erreichen harter Ergebnisse. So das bekannte Management-Mantra. Und in der Tat: Nach wie vor rauschen Change-Projekte in diese "Fress-Falle". Das muss nicht sein. Wenn das Thema Kultur nicht erst in der Umsetzung beachtet wird, sondern bereits Teil der Strategie ist.

2019-04-23 1600 444 Dr. Michael Groß Change Management

Die Generation Y, geboren von 1980 bis 1995, ist fast komplett in den Unternehmen angekommen. Sie ist als erste Generation mit dem Internet aufgewachsen. Und sie hat eigene Ansichten, was "gute Führung" bedeutet. Das zeigt eine aktuelle Masterarbeit an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 

2017-11-12 1600 444 Dr. Michael Groß Talent Management

Sie wissen, was zu tun ist! Und sie handeln dennoch nicht anders? Dann sind Führungskräfte und Mitarbeiter nicht bereit zur Veränderung. Das Sollen kann trainiert werden: Das ist für unsere Ziele zu tun. Erst das Wollen führt zum Handeln. Die Einstellung für Veränderungen, die sogenannte Changeability, kann auch entwickelt werden.

2018-08-06 1600 444 Dr. Michael Groß Coaching & Training

„Social Freezing“ – und dann?

Haben Sie gelesen, was Facebook und Apple machen? Mitarbeiterinnen soll angeboten werden, ihre Eizellen einfrieren zu lassen, damit sie die eigene Lebensplanung optimal mit dem Job Beruf verbinden können. Was steckt dahinter?

Facebook und Apple zahlen ihren Mitarbeiterinnen auf Wunsch das Einfrieren ihrer Eizellen, um das Kinderkriegen hinausschieben und so ungehindert Karriere machen zu können. Die beiden IT-Unternehmen übernehmen bis zu 20.000 Dollar der Kosten für die Entnahme der Eier und die jährlichen Kosten zur Aufbewahrung. Die Technik ist in den USA als \"Social Freezing\" bekannt, da für die Maßnahme weniger medizinische als soziale Gründe eine Rolle spielen.

Hintergrund der Maßnahme ist der niedrige Frauenanteil unter den Mitarbeitern der IT-Industrie, die dafür in der Kritik steht. Microsoft etwa teilte Anfang Oktober mit, im Unternehmen arbeiteten nur 29 Prozent Frauen. Bei Google beträgt der Anteil 30, bei Facebook 31 Prozent. Zudem ist der Nachschub an weiblichem Nachwuchs mit einem Abschluss der führenden Universitäten begrenzt, der Wettbewerb der Unternehmen aus verschiedenen Branchen hart und die Ansprüche der Kandidatinnen steigen.

Das Employer Branding und das Talent Management brauchen also Ideen – das „Social Freezing“ ist dabei aktuell sicher eine der ungewöhnlichsten und auch umstrittensten. Die Dienstleister werben damit, dass man mit dem Einfrieren die biologische Uhr anhalten könne. Kritiker bemerken, es handle sich um eine relativ neue Technik und eine erfolgreiche Schwangerschaft sei nicht garantiert. Auch die sozialen Folgen sind umstritten, weil sich die Familienplanung noch stärker als bisher ökonomischen Aspekten unterordnen würde. 

Was bedeutet „Social Freezing“ für Unternehmen, die neue Ideen in ihr Talent Management aufnehmen möchten, um sich im Wettbewerb zu unterscheiden? Wo sind die Grenzen? Wettbewerb belebt das Geschäft – und sorgt für Ideen und Innovationen, wie „Social Freezing“. Es passt für die Zielgruppe und die Branche, dürfte aber kein Standard werden zur Mitarbeiterbindung und im Talent Management. Denn für 99% aller Unternehmen und Mitarbeiterinnen ist diese Idee nicht relevant, um die für Sie passenden Bindungsprogramme aufzubauen.

Und genau das ist die bete Idee für ein Unternehmen: Der Aufbau eines eigenen Talent Managements, dass mit unverwechselbaren Profil im Employer Branding Mitarbeiter anlockt und im Unternehmen hält. Dazu gehören eigene Ideen, um den Bedarf je nach Branche und Standort attraktiv anzusprechen. Es wäre interessant, in ein oder zwei Jahren bei Facebook und Apple nachzufragen, wie viele Mitarbeiterinnen am „Social Freezing“ teilgenommen haben und wie sich die Mitarbeiterbindung dadurch entwickelt hat.