Und wieder ändern und wieder neu. Dann wieder zurück und anders. Das ist eine der wichtigsten Erfahrungen aus Corona. Wir sollten ehrlich sein zu uns: Es geht nach Corona weiter mit den Veränderungen, auch unerwarteten und schwer kontrollierbaren, zum Beispiel durch die digitale Transformation, die ja erst am Anfang steht. Normal ist nichts mehr. Außer ein Punkt wird immer bleiben: Wir können Einfluss nehmen!   

2021-06-14 1600 444 Dr. Michael Groß Change Management

Wir haben einige Lernkurven hinter uns. In den letzten zwei Jahren haben wir viele Erfahrungen gesammelt, wie Homeoffice und Büropräsenz kombiniert werden können. Der hybriden Arbeit gehört die Zukunft. Fest steht auch: Ohne Regeln geht es nicht. Nicht nur der jeweilige Umfang sollte einen Rahmen besitzen. Viel wichtiger ist die Qualität der künftigen hybriden Zusammenarbeit in einem Team, in einer Abteilung oder im gesamten Unternehmen.

2022-01-02 1600 444 Dr. Michael Groß Talent Management

Nachhaltig wirksame Führung braucht keine Weisungsbefugnis an die Mitarbeitenden. Autorität entsteht nicht automatisch durch den Platz in einer Hierarchie und den Titel auf der Visitenkarte. Die Corona-Pandemie hat zugleich vielen gezeigt, erfolgreich führen ohne Anweisungen ... das will gelernt sein. Die Entwicklung der Führungskräfte braucht neue Impulse.

2022-04-05 1600 444 Dr. Michael Groß Coaching & Training

Hierarchien und Karrierestreben bremsen die Digitalisierung in Unternehmen

Die Digitalisierung ist angekommen: In mehr als 80 Prozent der Unternehmen hat die Digitalisierung bereits starken Einzug gehalten. Durchdrungen sind die Unternehmen aber noch längst nicht. Grund sind bekannte „analoge Hindernisse“: Zu viele Führungskräfte wollen sich mit dem Thema profilieren. Machtkämpfe sind die Folge.

Dies ist die wesentliche Erkenntnis der Studie „Digitalisierung – Der Realitäts-Check“, die im Oktober 2016 publiziert wurde. Im Auftrag der Beratung Horváth & Partners wurden von Forsa rund 200 Unternehmensentscheider aus verschiedenen Branchen interviewt (aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern und mit einem Jahresumsatz ab 250 Millionen Euro).

Zwar ist die Digitalisierung zumeist Chefsache, die Hauptverantwortung liegt meist beim CEO oder CIO. Und mehr als 80 Prozent der befragten Digitalisierungsexperten sind in die Strategieentwicklung eingebunden. Damit ist der Erfolg aber längst nicht gesichert. Denn die Digitalisierung macht ein tiefgreifendes Change Management und Talent Management notwendig, da die Befragten folgende Themen als wichtige Stellhebel erkannt haben:

1. Die Unternehmenskultur verändert sich: Digitalisierung verändert nicht nur Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle, sondern auch die Unternehmenskultur. Etablierte Überzeugungen und bisher bewährte Traditionen werden in Frage gestellt. Die Führung selbst verändert sich hin zur einer „Digital Leadership“. Gefordert sind dazu nicht nur neue Instrumente, sondern auch eine andere Haltung.

2. Digitalisierung verändert Aufgaben und Zuständigkeiten: Digitale Prozesse beeinflussen die Organisationsstruktur, interne Abläufe und auch die Aufgaben und Zuständigkeiten von Führungskräften und Mitarbeitern. Die Folge: Mehr als jedes zweite Unternehmen klagt neben Zeitproblemen über Interessenskonflikte und Kommunikationsprobleme aufgrund der Digitalisierung.

3. Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und Prozesse: Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, sind viele Unternehmen gezwungen, ihr Geschäftsmodell entsprechend anzupassen. Den größten Einfluss haben die Themen Mobile Solutions und Virtual Services.

4. Umsetzung stößt auf Hindernisse: Die meisten Unternehmen haben Probleme, neue Prozesse im Zuge der Digitalisierung zeitnah zu implementieren und umzusetzen. Dabei treten Schwierigkeiten häufig am Anfang der digitalen Transformation auf. Mehr als die Hälfte klagt zudem über zu starre Unternehmensstrukturen.

5. Kunden im Fokus: Die Digitalisierung kommt vor allem Kunden zugute. Mehr als drei Viertel der Unternehmen konnten mit Hilfe digitaler Technologien ihre Produkte und Services besser auf die Bedürfnisse ihrer Kunden abstimmen, zum Beispiel die Erreichbarkeit von Servicemitarbeitern verbessern und Lieferzeiten verkürzen.

Das Fazit lautet: Um die Potenziale der Digitalisierung in Unternehmen besser auszuschöpfen, sind letztlich die analogen Herausforderungen in der Führung und im Change Management hin zu einer „Digital Leadership“ zu bewältigen.