Die Kultur, also die weichen Faktoren, verhindern die Umsetzung einer Strategie, das Erreichen harter Ergebnisse. So das bekannte Management-Mantra. Und in der Tat: Nach wie vor rauschen Change-Projekte in diese "Fress-Falle". Das muss nicht sein. Wenn das Thema Kultur nicht erst in der Umsetzung beachtet wird, sondern bereits Teil der Strategie ist.

2019-04-23 1600 444 Dr. Michael Groß Change Management

Die Generation Y, geboren von 1980 bis 1995, ist fast komplett in den Unternehmen angekommen. Sie ist als erste Generation mit dem Internet aufgewachsen. Und sie hat eigene Ansichten, was "gute Führung" bedeutet. Das zeigt eine aktuelle Masterarbeit an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 

2017-11-12 1600 444 Dr. Michael Groß Talent Management

Sie wissen, was zu tun ist! Und sie handeln dennoch nicht anders? Dann sind Führungskräfte und Mitarbeiter nicht bereit zur Veränderung. Das Sollen kann trainiert werden: Das ist für unsere Ziele zu tun. Erst das Wollen führt zum Handeln. Die Einstellung für Veränderungen, die sogenannte Changeability, kann auch entwickelt werden.

2018-08-06 1600 444 Dr. Michael Groß Coaching & Training

Widerstand? Ja, danke!

Keine Veränderung verläuft ohne Widerstand. Und das ist gut! Denn wer sich ärgert oder offensiv eine andere Meinung vertritt, der ist noch engagiert. Viel schlimmer ist Schweigen und Gleichgültigkeit. So kann Widerstand sehr nützlich sein, um besser zu werden.   

Potenzielle Widerstände und deren Hintergründe erkennen verbessert die geplanten Veränderungen. Das fängt im Change Management an bei der richtigen Vermittlung, die dem Bedarf der Führungskräfte und Mitarbeiter entspricht. Häufig führt gegenseitiges Missverstehen zu unnötigen Widerständen, die sachlich nicht vorhanden sind. Das ist in Unternehmen nicht anders als in privaten Beziehungen. Schnell schaukeln sich Themen hoch. 

Das Gleiche gilt beim Ignorieren von Widerstand. Das führt zu noch stärkeren Blockaden. Und verstärkter Druck erzeugt Gegendruck oder irgendwann schließlich zu Gleichgültigkeit und einer „Egal-Haltung“. Dann fällt es zumeist sehr schwer, eine sinnvolle Lösung zu finden. Das Potenzial, Widerstand zu nutzen, liegt völlig brach.  

Der beste Weg ist, im Change Management rechtzeitig Transparenz zu schaffen und einen Dialog aufzubauen, bevor Widerstände auftreten und eskalieren. Und wenn dann Widerstände entstehen, müssen diese ihren eigenen Raum bekommen. Dazu steht ein ganzes Portfolio an Maßnahmen bereit: Fokusgruppen können Bedarfe und Bedenken ermitteln. Instant Feedback Instrumente ermöglichen die Aufnahme spontaner Reaktionen. Und in Lessons Learned Sessions werden aus konkreten Hindernissen direkt Lösungen entwickelt.

Fazit: Je mehr von Anbeginn dem Widerstand Platz eingeräumt wird, desto größer ist die Chance, durch das Change Management die anvisierten Ziele einer Veränderung auch zu erreichen.