Und wieder ändern und wieder neu. Dann wieder zurück und anders. Das ist eine der wichtigsten Erfahrungen aus Corona. Wir sollten ehrlich sein zu uns: Es geht nach Corona weiter mit den Veränderungen, auch unerwarteten und schwer kontrollierbaren, zum Beispiel durch die digitale Transformation, die ja erst am Anfang steht. Normal ist nichts mehr. Außer ein Punkt wird immer bleiben: Wir können Einfluss nehmen!   

2021-06-14 1600 444 Dr. Michael Groß Change Management

In der Covid19-Pandemie improvisieren wir alle. Auch in der Umsetzung des Homeoffice. Zuhause ein Büro? Das hatte nicht jede und jeder. Viele mussten Platz schaffen, irgendwo. In Küche, im Ess- oder Schlafzimmer. Einige durften zusätzlich zuhause Lehrer spielen oder ihre Kleinsten betreuen. Fest steht: So geht das nicht weiter!

2021-01-14 1600 444 Dr. Michael Groß Talent Management

Die Krise kann mich mal. Das werden Sie nach über einem Jahr Corona-Pandemie denken. Endlich wieder etwas Normalität! Und auf die „Neue Normalität“ in der Zukunft können wir jetzt den Blick richten. Nach dem Motto: Bloß keine Krie vergeuden. Denn die Arbeit an der Zukunft stärkt unser Durchhaltevermögen. Alte Zeit + Akute Krise = Neue Nomalität. Diese Gleichung für das Management und die Führung von Unternehmen geht nicht automatisch auf ...

2021-03-31 1600 444 Dr. Michael Groß Coaching & Training

Nicht stehen bleiben

Das Gute liegt so nah. Aus den positiven Erfahrungen der Corona-Zeit entsteht die Neue Normalität – fertig! Das wäre etwas kurz gedacht und gemacht. Denn die Erfahrungen der letzten Monate sind der Ausgangspunkt und nicht das Ende der Überlegungen, wie die Neue Normalität in einem Unternehmen aussehen und entstehen kann. 

Fortschritt sollten wir wörtlich nehmen: Aktiv weiter gehen. Und weiter bedeutet aktuell, mehr als nur die Lerneffekte der Corona-Krise zu nutzen. Neue Kompetenzen vertiefen oder sogar weitere Fähigkeiten ergänzen. Das Zeitfenster, um weitere Schritte zu machen, ist aktuell weit offen. Zugleich sind wir alle erschöpft - nach den Anstrengungen während Corona. Soviel Neues wurde schon umgesetzt, soviel Energie eingesetzt und Einsatz gezeigt. Und jetzt noch weiter gehen? Endlich einmal durchschnaufen!

Stillstand ist Rückschritt 

Diesem Wissen folgen nicht immer Taten. Das gilt auch in „normalen“ Zeiten. Deshalb ist einer der wichtigen Aufgaben im Change Management der sogenannte „Sense of Urgency“ und „Case for Change“ – also die Dringlichkeit und Notwendigkeit für eine weitere Veränderung. In der aktuellen Situation ist also zu klären, zunächst in der Unternehmensführung, warum jetzt für die Neue Normalität weiter gegangen werden sollte. Was sind die möglichen Effekte, mehr als die Erfahrungen zu sammeln, vielmehr weiter zu denken und zu gehen?

Ein Grund könnte sein, dass zwar einige neue Methoden eingeführt wurden, zum Beispiel in der Zusammenarbeit. Alte Muster sind dadurch nicht automatisch weg, können vielmehr wieder prägend werden, zum Beispiel wie Führung verstanden und gelebt wird. Gerade die Ausnahmezeit der Corona-Pandemie kann als Argument dienen, jetzt wieder an Bewährtes anzuknüpfen.

Der Effekt, weiter zu gehen, kann bereits darin liegen, nicht wieder zurückzufallen.

Anreize schaffen

Das Weitergehen sollte vor allem eins – Freude machen, was die Zukunft bietet. Nach den letzten Monaten mit ständiger Ungewissheit, brauchen wir mehr als ein fahles Licht am Ende des Tunnels. Positive Emotionen spielen in der aktuellen Situation eine große Rolle, für jede:n und jede Organisation. Deshalb brauchen wir Anreize zum Weitergehen.

Anreize müssen zur aktuellen Situation der Mitarbeiterschaft passen, wie sich die Corona-Pandemie ausgewirkt hat. Der Bogen sollte nicht überspannt werden. Zugleich sollte das Anliegen ernsthaft wirken. Ansätze für wirksame Anreize können sein Attraktion, Aktivierung und Anerkennung:

Attraktion: Die Perspektiven, weiter zu gehen, sollte faszinierend sein. Konkrete und relevante Bilder, wie die neue Wirklichkeit aussehen kann, steigern die Attraktivität. Vieles kann uns aktuell begeistern - außer erneut rationale Argumente, dass etwas getan werden muss und wie die Planungen dazu aussehen.

Aktivierung: Endlich wieder raus und weg. So geht es vielen. Genauso können im Unternehmen Führungskräfte und Mitarbeiterschaft aktiviert werden. Ein Tapetenwechsel kann Wunder wirken, zum Beispiel Meetings in gemieteten Straßenbahnen oder anderen ungewöhnlichen Orten. Am besten in neu gemischten Teams und im direkten Kontakt, soweit wie möglich. 

Anerkennung: Spontan und unerwartet wirken Anerkennungen häufig besser als der erwartete Bonus, am besten ganz analog ein Buch oder Blumenstrauß. Und das nicht nur nach einer tollen Leistung. Vielmehr auch für die ersten Schritte, falls die wichtig sind, um überhaupt weiter zu kommen.  Die positiven Emotionen zu stärken ist umso wichtiger, je dominanter negative Stimmungen werden können.  

Mit den passenden Anreizen, ist das Weitergehen spannend und das Stehenbleiben weniger interessant. Die Neue Normalität kann durch ein strategisches Kompetenzmanagement weiter reichen als gedacht.