Die Kultur, also die weichen Faktoren, verhindern die Umsetzung einer Strategie, das Erreichen harter Ergebnisse. So das bekannte Management-Mantra. Und in der Tat: Nach wie vor rauschen Change-Projekte in diese "Fress-Falle". Das muss nicht sein. Wenn das Thema Kultur nicht erst in der Umsetzung beachtet wird, sondern bereits Teil der Strategie ist.

2019-04-23 1600 444 Dr. Michael Groß Change Management

Die Generation Y, geboren von 1980 bis 1995, ist fast komplett in den Unternehmen angekommen. Sie ist als erste Generation mit dem Internet aufgewachsen. Und sie hat eigene Ansichten, was "gute Führung" bedeutet. Das zeigt eine aktuelle Masterarbeit an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 

2017-11-12 1600 444 Dr. Michael Groß Talent Management

Sie wissen, was zu tun ist! Und sie handeln dennoch nicht anders? Dann sind Führungskräfte und Mitarbeiter nicht bereit zur Veränderung. Das Sollen kann trainiert werden: Das ist für unsere Ziele zu tun. Erst das Wollen führt zum Handeln. Die Einstellung für Veränderungen, die sogenannte Changeability, kann auch entwickelt werden.

2018-08-06 1600 444 Dr. Michael Groß Coaching & Training

Ohne Schlips und Kragen, Nylons und Kostüm

Daimler-Chef stellte die Geschäftszahlen 2015 vor - ohne Krawatte. Diese Nachricht war fast wichtiger als alles andere. Die neue Lockerheit auf den Chef-Etagen soll zeigen: wir sind agil und werden schneller. Für einen Kulturwandel ist die Haltung viel wichtiger als die Kleidung.

20 bis 30 Tagung oder Konferenzen begleitet Groß & Cie. im Jahr in unterschiedlichen Funktionen. Der Dress-Code ist immer ein Thema. Der \"No-Tie-Trend\" macht Business Casual zum Standard und führt zu kuriosen Szenen. Der Vorstand einer Wirtschaftsprüfung wird hinter den Kulissen von Mitarbeitern händeringend gebeten, vor seiner Rede die Krawatte auszuziehen. Im Publikum tragen die Frauen statt der weißen Bluse ein T-Shirt unter dem Hosenanzug oder Kostüm. Nylonstrümpfe sind tabu - \"over-dressed\".

In einem anderen Fall, bei einer Versicherung, standen auf der Bühne alle ohne Schlips und Kragen. Und im Publikum? Alle mit Anzug und Krawatte, in Nylons und Kostüm - wie es sich für die Branche eben gehört. Offenbar wurde \"Business Casual\" nicht verstanden. Daher hatte ein IT-Unternehmen extra eine Gebrauchsanleitung versandt, was wann erlaubt oder gewünscht sei - und was eben nicht. Ergebnis: alle Teilnehmer trugen wieder eine Uniform, diesmal Jeans, Hemd und Sakko. Individualität und Spontanität, eine lockere Atmosphäre - alles Fehlanzeige.

Das \"Fashion Statement\" von Zetsche wirkte wie eine New-Economy-Symbolik: alle sind hier schrecklich dynamisch und locker bis zum geht nicht mehr. Eine kleine Warnung an die Old-Economy, wo das hinführen könnte. Bei einem \"Digital Native\"-Unternehmen wurde im Intranet ein Foto gepostet und häufig geliked: \"Wie spießig ist das denn!\" Das Foto zeigte ein neues Plakat an der Eingangstür: \"Täglich duschen schadet nicht\"